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So jetzt sind schon 3 Ausgrabungstage rum und so langsam merkt man, was man geschafft hat. Ich bin in die Area D4 eingeteilt insgesamt gibt es 6 Areas auf dem Gelände. Wir graben grade an einer byzantinischen Kirche herum. Eine Gruppe in der Kirche und unser Square(ein kleiner abgesteckter Bereich) gräbt sich grade an der Außenmauer davon herunter. Allerdings haben wir bisher nur den „modern shit“ ausgehoben, weil Aharoni(der hier zwischen ca. 1950 und 1960 die ersten Ausgrabungen gemacht), die Mauer, nachdem er sie freigelegt hat, wieder hat zuschütten lassen. Also kann ich auch noch von keinen spannenden Funden berichten, außer von Scherben die ich wahrscheinlich spätestens morgen auf dem großen Scherbenhaufen wieder finden werde, auf dem alle bedeutungslosen Tonstücke „gesammelt“ werden. Wir sind aber schon in den drei Tagen ca. 1,50m tief gekommen und unser Square ist vielleicht 2 auf 5 Meter groß und voller kleiner Steine und mittlerweile dicken Wurzeln. Es ist also nicht so einfach da so viel Erde zu bewegen. Außerdem haben wir schon ein paar richtig große Steine gefunden, die wohl von der Mauer gefallen sind und für morgen haben wir auch schon wieder ein paar mehr frei gelegt, dann werden wir wohl auch in den Bereich kommen, in dem Aharoni noch nicht gegraben hat. Mit mir arbeiten noch 3 andere, einer aus unserer Gruppe von Heidelberg, ein Amerikaner und ein Australier. Die Arbeit ist zwar anstrengend aber nicht so anstrengend wie ich gedacht hatte, was hingehen schlimmer ist, wie ich finde, ist das frühe Aufstehen, was tatsächlich ein Problem darstellt, was man eventuell auch daran sieht, dass wir(ich und mein Zimmer Compadre) in den drei Tagen schon zweimal verschlafen haben. Rekord! Das war dann aber kein Problem, wir waren auch nur zwanzig Minuten zu spät. Aber wenn man dann von 6 bis 9 ohne was gegessen zu haben ran klotzen muss ist schon nich so geil. Dafür ist das große, richtige Frühstück, was es dann um 9 gibt richtig gut! Das Hotel bringt das essen hoch zum Ausgrabungsplatz und dann steht da immer ein riesen langes Buffet und man sitzt unter einem großen Schattennetz mit Blick auf Jerusalem und ein leichter Wind weht einem um die Ohren. Ansonsten gibt es auch immer noch eine „fruit break“ so irgendwann zwischen 11 und 12 und jeden Dienstag gibt’s noch ein Eis dazu. Man hört hier immer wieder von den Leuten, die die Ausgrabung leiten, dass das Essen hier das Beste an der Ausgrabung wäre und auch einmalig. So viel erstmal von der Ausgrabung, mal sehen wie es die nächsten Tage weiter geht.

Ansonsten hatten wir gestern nach Jerusalem zu gehen und als wir zur Bußhaltestelle kamen saßen da recht viele rum und die erzählten uns, dass die Busse die hier ankommen niemanden mit nehmen würden in die Stadt, da erfuhr ich dann auch von dem Anschlag, bei dem ein palestinensicher Arbeiter mit seinem Bulldozer auf der Straße herum gefahren ist. Die Israelis reagierten eher locker darauf, weil bei dem Anschlag ja niemand gestorben wäre.  Aber es kam dann trotzdem noch ein Bus, der uns mitgenommen hat. In der Stadt hat man nichts mehr gesehen, außer mehreren Übertragungswagen. Dann sind wir ein bisschen durch die Altstadt gelaufen, zum Damaskustor, an der Klagemauer waren wir noch mal und die Via Dolorosa sind wir ein Stück gelaufen, da hat sich dann unsere Gruppe getrennt und ein Teil hat an jeder Station halt gemacht und nachgeschaut was da passiert ist und der andere Teil hat sich aufgemacht auf die Ben Yehuda Street(die große Fußgängerzone und Einkaufsmeile, wauf der immer was los ist), um was zu essen und bei einem Bier den Abend ausklingen zu lassen. Das Bier hier ist wirklich gut! J

Nachher ist noch die Rap Session, bei der so bekannt gegeben wird was so abläuft auf dem Dig(dem Kompletten Ausgrabungsgelände) und der „Finding von the Day“ gekürt wird, allerdings hab ich da mit meinem Plastikteller und einem alten Rohr, was wir freigelegt haben wohl keine Chance. Danach gibt es Essen und dann werden wir mal schauen, was sich im laufe des Abends hier noch so ergibt. Allerdings ist es hier wirklich ein ganz anderer Tagesrhythmus, um halb 11(nach deutscher Zeit halb 10) fühlt man sich so, als wenn es nachts um 1 halb 2 wäre und ist tatsächlich schon müde. Ich dachte immer, dass es unmöglich ist, zu der Uhrzeit ins Bett zu gehen.

Vielen Dank auch für eure Grüße und Einträge, mich interessiert natürlich auch immer was ihr so macht und was zuhause so abgeht, also haut in die Tasten, ich freu mich! Wirklich

Bis dann und ganz liebe Grüße an alle!

 

PS.: Hier kann ich auch noch anbringen, dass meine neue Adresse ab 1. September dann wohl die Pfaffengasse 4 in Heidelberg sein wird. Ich hab die 10 Quadratmeter dort bekommen!

23.7.08 14:46
 


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